Clara werden – Folge 0 – Biografisches

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10. Februar 2020

Clara werden – Folge 0 – Biografisches
Clara werden

 
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Kathrin Clara Jantke

Ich glaub ich muss noch eine Folge nachtragen, bzw. voranstellen um ein bisschen das Bild von mir zu erweitern, bevor ich meine weiteren Gedanken mit Euch teile. Dazu geb ich Euch mal einen kurzen Einblick in meine Biografie und die Fakten die sich bisher in meinem Leben angesammelt haben.

Ich bin Kathrin Clara Jantke – ein Menschenkind welches wie jeder andere Mensch das Leben hier auf dieser Erde begonnen hat, sich durch die Alltäglichkeiten und Besonderheiten des Alltags schlägt und sich mal mehr und mal weniger von Unwegsamkeiten aus der Bahn werfen lässt. Und weil mein Papi ein Vorbild ist steh ich immer wieder auf und schau auf das Jetzt, und nach vorn.

Jetzt aber zum besseren Kennenlernen mal einen Rückblick zu ein paar prägenden Stationen in meinem Leben.

Ich wurde 1977 geboren, war ein überaus liebes Kind, was mir später oft zum Verhängnis wurde, weil ich nicht den Mut hatte trotzig oder pubertär zu sein und begann mit ca. 4 Jahren mein musikalisches Talent zu zeigen und meine künstlerischen Ambitionen auf einer Triola zu entwickeln. Kennt Ihr noch diese Plastikblasinstrumente mit den bunten Tasten? Das war mein erstes Instrument.

Später, ab 6 lernte ich 11 Jahre lang am Konservatorium Cottbus Klavier, muss aber sagen, dass davon nicht mehr viel übrig geblieben ist und ich mich trotz dieser Ausbildung oft wie ein Anfänger an den Tasten fühle. Aber dazu später, in einer anderen Podcast-Folge. Mit 17 begann ich eigene Songs zu schreiben, die ich aber erst viele Jahre später auf die Bühne bringe und trat 10 Jahre lang als Frontsängerin in einer Coverband auf.

1997 machte ich mein Abi mit 1,6 und weckte große Hoffnungen in meinen Eltern einen sicheren Job zu bekommen oder zu studieren oder irgendwas zu machen was das Leben absichert. Ich war immer gut in allem, gute Noten, gutes Benehmen, gutes Aussehen…. Nur nicht gut darin zu vertreten was ich wirklich wollte. Immer schön lieb sein und das machen was die anderen von einem wollen, Ja nicht anecken oder in Konfrontation gehen. Oh Mann wenn ich an die Zeit zurück denke bin ich so froh dass ich jetzt wo ich hier sitze und das erzähle einen großen Schritt weiter bin. Mit mir und meinem Leben.

Im Jahr 2000 gewann ich mit meinem damaligen Gesangspartner und Freund den Wettbewerb „Stimme 2000“ im MDR Fernsehen und die Hoffnung auf eine Karriere im Musikbusiness wurde geschürt aber nicht erfüllt. Was nicht hieß dass die Musik damit aus dem Fokus war. Im Gegenteil. Sie war schon immer und ist bis heute meine Berufung. Ich wusste es nur nie so genau wie heute und hab diesem Impuls nicht genug vertraut. Bzw. erst sehr spät. Also schlug ich mich so durch, arbeitete nebenbei als Moderatorin bei verschiedenen Lokalsendern und für eine Reihe von Infomercial-Produktionen.

Und um Euch einen kleinen Einblick in so manche Peinlichkeit zu gewähren, googelt doch mal nach Amigos Shop 24 direct und Kalkhofe. Da wurde ich so richtig schön auf die Schippe genommen. Eine interessante Erinnerung an diese Zeit. Wobei ich noch gut wegkomme gegenüber den Amigos.

Nach 10 Jahren Frontfrau Dasein, zwischenmenschlich unüberwindbaren Differenzen und mit der verzweifelten Überzeugung ich müsste jetzt doch noch was richtiges lernen verließ ich die Band, meldete mcih arbeitslos und machte einige Praktika um herauszufinden was ich denn sonst noch so kann bzw. machen könnte. Das Schöne daran, war zu erkennen,  ich „kann“ irgendwie vieles ganz gut. Ich bin teamfähig, ich kann gut auch im Dienstleistungssektor arbeiten. Ich hab einiges ausprobiert, von Putzen, über Zeitungen austragen, Verkauf am Imbiss, bis hin zu Kellnern, Kassieren im Supermarkt, Unterrichten, Promotionarbeit, Koordination in einer Medienagentur oder Moderation. Es hat alles Spaß gemacht, aber nur auf Zeit. Es hat mich auf Dauer nicht erfüllt und motiviert.

Bei meinem letzten Praktikum beim RNF in Mannheim fragte mich dann ein Journalist, nachdem er meine Vorgeschichte kannte, ob ich nicht Lust hätte bei einem Event aufzutreten und zu singen. Ich hab nicht lange nachgedacht und zugesagt, obwohl ich lange nicht mehr auf der Bühne gestanden hatte und mir auch gar nicht sicher war ob ich das hinbekomme.

Zu Bandzeiten gab es immer einen Spruch von unserem Bandchef zu mir un meinem Duo-Partner: Ihr seid nur zusammen was, alleine bist Du nichts. Frag mich nicht warum. Aber ich hab das lange Zeit geglaubt. Und dieser Auftritt den ich durch den Journalisten machen durfte war die Brücke zurück zur Bühne und zwar allein. Der Applaus des Publikums für mich als Sängerin war wie eine Offenbarung: Oh mein Gott. Ich kann das auch allein. Yeah. Danach begann ich mir ein Solo-Programm mit Oldies und Schlagern aufzubauen und tingelte los.

Eine Zeit lang allein, dann gemeinsam mit meinem besten Freund, der für mich das ganze Drumherum managte damit ich mich auf „das Künstlerische“ konzentrieren konnte. Ich entwickelte eine Catherina Valente Show, die ich auch in kleinen Theatern aufführte und verkleidete mich gern als Püppi im Petticoat um die Leute zu unterhalten.

Durch Zufall kam ich zu einem Engagements auf einem Kreuzfahrtschiff, dadurch entdeckte ich dass es in meiner Stimme auch tiefere Nuancen gibt, statt immer nur in der Kopfstimme zu singen und das führte mich zu Auftritten mit einem Pianisten für Dinner- Bar- und Lounge Musik, ich machte Showauftritte zum Karneval und zu diversen anderen Events und Projekten mit denen ich mein Wirken auf der Bühne und vor der Kamera weiter entwickelte. Dachte ich. Denn in Wirklichkeit war es kein Weiterentwickeln, sondern eher ein Umweg oder… eine Flucht vor dem was ich wirklich machen wollte aber mich nicht traute. Aus Angst es könnte nicht gut genug sein und aus Angst kein Geld verdienen zu können. Na gut… es war auch alles eine gute Schule, keine Frage. Gelernt hab ich immer, rückblickend sowieso.

Also hüpfte ich ein paar Jahre im Petticoat über die Bühnen, spielte ein Rolle, kokettierte mit dem Charme der 50er 60er Jahre und fragte irgendwann mein Spiegelbild: Na? Wie lange willst Du das noch so machen? Naja… noch ein paar Jahre … auch wenn ich mir die Antwort damals nicht gegeben habe.

Es ging dann wirklich ein paar Jahre so weiter, dann kamen zum ersten Mal meine eigenen Songs ins Spiel und die Vision, als Sängerin mit eigenen Songs durchzustarten.

2008 veröffentlichte ich als  Kathrin Jantke mein Debut-Album „Irgendwann beginnt jetzt“. Genre: Schlager. Weil damals alle sich zur Beratung berufenen Personen meinten, das sollte ich machen, das funktioniert und … ich hab gemacht. Hab alle Songs so geformt dass sie in das Raster passen und in Richtung Discofox produzieren lassen.

Ich liebe Schlager wenn ich selber tanzen gehe, aber nicht wenn ich ihn selber singen soll. Ich hab mich später mit meiner eigenen Musik ziemlich gelangweilt. Irgendwie hat es auch nicht funktioniert, ich war nicht erfolgreich, hatte aber auch keine Idee wie es anders laufen könnte. Während ich alles Reue passieren lasse merke ich wie viele Erlebnisse und Ereignisse sich in meine Erinnerung schleichen, aber das würde hier den Rahmen sprengen, darauf einzugehen.

In der Richtung eigenes Songwriting gab es Zusammenarbeit mit einer Kerzenfirma für die ich einen Imagesong schrieb, der aber, als der initiierende Geschäftsführer, der damals mein Lebensabschnittsverschönerer war seinen Posten aufgab und der Song mit ihm von dieser Plattform verschwand. Ich absolvierte ein paar Regional-TV Auftritte und viele viele Dienstleistermucken.

Ich veröffentlichte noch ein paar Schlager-Singles und wurschtelte mich so durch das Künstlerdasein. Unkonkret, mit Träumen aber ohne den Mumm wirklich loszulegen bzw. ohne zu wissen oder zu ahnen wohin die Reise gehen soll.

Mich quälte der Status Geld vom Staat in Anspruch zu nehmen, machte aber brav halbjährlich meine Darlegung und kam irgendwie nicht aus dem Sumpf. Ich verdiente immer gerade genug Geld um meine Koste zu decken, aber nie so viel dass ich hätte ohne Hartz IV auskommen können, heulte wenn es Nachzahlungen gab die ich gerade nicht stemmen konnte und wusste nicht wie ich wirklich voran kommen könnte.

Dann traf ich meinen zukünftigen Mann und mit ihm änderte sich mein Leben. Aber es war nicht so dass er mich verändert hat oder die Dinge in die Hand genommen hat. Es war vielmehr die Art und Weise wie er mit mir zusammen war und sein konnte. Er war der Erste, der mich einfach so nahm wie ich war. Ich durfte so sein wie ich bin und das hat ganz viel in mir verändert. Ich wurde selbstischerer, hab mir viel von seiner angenehmen und liebenswerten Selbstsicherheit abgeguckt, hab erkannt dass ich auch geliebt werde wenn ich nicht alles so mache wie andere es von mir erwarten

Ich glaub das war der Schlüssel zur Veränderung. Ich durfte sein. Er wollte mich nicht anders als genau so wie ich wirklich war, bzw. er wollte dass ich meine eigene Meinung habe, meine eigenen Ideen… Und egal welche es war, er hat nie etwas angezweifelt sondern mich unterstützt. Auch als ich sagte: ich will einen Blog schreiben. Ich hab keine Ahnung wofür, ich weiß nicht was es mir bringt, er hat mir WordPress beigebracht und alle technischen Hürden mit mir und für mich genommen.

Er hat mich bestärkt, den Cover-Sänger-Job an den Nagel zu hängen und daran zu arbeiten meine eigene Musik auf den Markt zu bringen, über diesen Schritt erzähle ich übrigens in Folge 1, falls Ihr lauschen möchtet.

Seit Anfang 2017 schreibe ich nun meinen Blog, der hiermit auch zum Podcast wird. Über das was mich als Künstlerin und Mensch bewegt. „Clara werden“. Der Weg zu mir selbst und zu meinem Dasein als Singer/Songwriterin. Ich bin Clara – und werde immer Clara 😉 Ich steh mitten im Leben und bin immer auf dem Weg auf den ich Euch gern akustisch mitnehmen möchte.

Clara , Anfang 40 , mit so vielen Gedanken und Gefühlen, die ich in Texten und Melodien zu Liedern forme und die ich nach so vielen Jahren nun endlich raus schicke.

Clara, sensibel, harmoniesüchtig, kreativ, lebensfroh… und inzwischen liebe ich es, die Welt auf meine ganz eigene Weise zu sehen und zu erspüren. Ich erzähle von dem was ich fühle, was ich erlebe und genieße den Augenblick in dem ich jemanden damit berühre, weil es ihm ähnlich geht, statt daran zu verzweifeln dass ich eventuell nicht richtig bin so wie ich bin.

Seit über 30 Jahren stehe ich nun auf der Bühne ( ich zähle mal die ersten Klassenvorspiele aus dem Klavierunterricht mit)  und erst jetzt habe ich das Gefühl, es ist alles genau so richtig und ich stehe hinter dem was ich da mache.

Und hier in diesem Podcast teile ich meine Gedanken und Erfahrungen. Ich beginne 2016, gehe also ein paar Jahre zurück und beschreibe meinen Weg bis in die Gegenwart und dann mal schauen was alles noch dazu kommt an Erlebnissen, Erkenntnissen und Geschichten.

Folgt mir wenn es Euch interessiert und tauscht auch gern mit mir aus. Ich freu mich auf Verbindungen die uns zeigen, wir sind nicht allein mit unseren Gefühlen und Gedanken, egal ob unterschiedlich oder gleich. Also dann, bis hoffentlich bald, ich schick liebevolle Grüße und sage tschüss….

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Kathrin Clara Jantke
Cottbus

Ich bin Clara... und ich werde Clara.... Clara als Mensch und als Musikerin, denn ich bin auf dem Weg zu mir. Was mir auf diesem Weg begegnet, was mein Leben bewegt und wie ich die Welt sehe, das erfahrt Ihr hier in diesem Blog und in meinen Songs. Ich nehme ich Euch mit auf meine Reise und vielleicht findet Ihr ja auch den ein oder anderen Impuls für Euren Herzensweg.

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